Im November finden wir im Kalender einige besondere Tage. So wird in der katholischen Kirche an Allerheiligen (richtiger) an Allerseelen und in der evangelischen Kirche am Totensonntag (Ewigkeitssonntag) der verstorbenen gedacht. Auch die anderen Religionsgemeinschaften auf der Welt haben ihre Tage und Rituale, an denen sie sich ihrer Vorfahren Gedenken. Es ist wichtig sich an die Verstorbenen und vor allem an die vergangene Geschichte zu erinnern und aus diesen Erkenntnissen unsere Zukunft zu gestalten. Dass die Geschichte insbesondere unsere deutsche Geschichte, von insbesondere einem politischen Mitbewerber, gerne verleugnet und sogar umgeschrieben werden möchte, ist beschämend. Die SPD wird sich diesem Unterfangen entschieden entgegenstellen. Am Volkstrauertag Gedenken wir heute den Opfern von Krieg, Terror und Gewalt. Der Gedenktag wurde bereits 1919 vom Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge angeregt. Leider wurde auch dieser Gedenktag in seiner Geschichte für einen anderen Zweck eingesetzt. Es geht nicht um Heldenverehrung. Es geht darum Menschen, Opfern zu gedenken, damit zukünftig keine Menschen mehr um Angehörige trauern müssen, die Opfer von Krieg, Terror und Gewalt werden. Die Besinnung auf die Geschichte und das Leid der Angehörigen soll uns davon abhalten, das von Deutschland wieder ein Krieg ausgeht. In der heutigen Zeit mit Terroranschlägen gegen unschuldige und vor allem wehrlose Menschen, mit grausamen Kriegen in Nah und Fern und nicht zuletzt mit steigender Gewalt auch im nächsten Umfeld, ist es wichtig sich genau gegen diese Missstände zu stellen. Über das Gedenken der Opfer werden wir ermahnt und geleitet uns diesen Missständen aktiv entgegen zu stellen um diese zukünftig zu verhindern.
Im November gibt es aber auch fröhliche Fest. So beginnt am 11.11. um 11 Uhr 11 die fünfte Jahreszeit, der Karneval. Hier im Rheinland ist Karneval ein Fest mit langer Tradition, das von der Obrigkeit öfters verboten wurde. Im Karneval kann der "kleine Mann" die Obrigkeit kritisieren und wurde dafür nicht belangt. Gut das es heute auch außerhalb des Karnevals möglich ist frei seine Meinung zu äußern.
Am 11.11. ist aber auch ein weiteres Fest, welches es hoffentlich bald schafft als Weltkulturerbe anerkannt zu werden. Das Martinsfest besteht nicht allein aus den wunderschönen Fackelumzügen oder den Martinstüten und Weckmännern für Kinder. Kernbestandteil ist die Bettlerszene. Martin teilt seinem Mantel mit einem armen Bettler und rettet diesen damit vor dem Erfrierungstod. Es geht also vor allem um das Teilen. Dies ist ein tief sozialdemokratischer Wert. Alle sollen beteiligt sein. Die Starken helfen den Schwachen. Wir gestalten ein Miteinander und freuen uns darüber anderen helfen zu können. Teilen heißt aber nicht, wie ein politischer Mitbewerber meint, dass man nur innerhalb einer abgegrenzten Gruppe teilt. Martin gab seinen Mantel einem ihm fremden Menschen. Als Sozialdemokraten treten wird für die Würde des Menschen und zwar aller Menschen ein und daher ist für uns klar, das Teilen immer das Teilen mit allen anderen ist.
Gegen das Vergessen und für das Miteinander
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