Warum bleibt das Freibad vorerst geschlossen?

Sprungturm im Freibad

Klartext und Position der SPD-Fraktion im Haupt- und Finanzausschuss am 7.5.2019

Hygienische und technische Mängel haben zu Beginn 2018 zu dem Beschluss geführt, das Freibad in Niederkrüchten 2018 nicht in Betrieb zunehmen.
Der Rat hat in der Sitzung am 19.Feb. 2019 den Beschluss dahingehend erweitert, das Freibad auch bis auf weiteres nicht mehr in Betrieb zu nehmen.
Zurzeit wird intensiv nach Möglichkeiten gesucht, den Bürgerinnen und Bürgern in naher Zukunft wieder ein Bad anbieten zu können.
Dazu finden Gespräche im Rahmen einer interkommunalen Bäderkommission mit der Gemeinde Brüggen statt.
Alternativ wird die Einrichtung eines Kombibades auf dem Gelände des Freibades untersucht. Dazu soll das Freibad saniert werden. Ergänzend ist ein neues Hallenbad neben dem Freibad in der Prüfung. Die dazu beauftragte Machbarkeitsstudie soll Mitte diesen Jahres vorliegen.
Eine weitere Option könnte, aus Sicht der SPD Niederkrüchten, der Neubau eines Hallenbades, beispielsweise in der Nähe der Schulen in Niederkrüchten sein.
Trotz oben erwähnten Ratsbeschlusses vom Februar des Jahres haben Bündnis 90/Die Grünen erneut die Wiederinbetriebnahme des Freibades beantragt.
Dem Antrag zur Folge sind für die Beseitigung der hygienischen und technischen Mängel Kosten von ca. 186.000€ zu erwarten.
Der Vorlage der Verwaltung war zu entnehmen, dass die vor mehr als einem Jahr ermittelten Kosten gegebenenfalls nicht mehr zutreffen. Deshalb sollte ein Fachplaner eine erneute Aufwandsprüfung vornehmen.

Würde das Freibad wieder in Betrieb genommen, fallen weitere Kosten von ca.250.000 € an. Der gesamte, von der Gemeinde zu leistende, Zuschussbedarf beliefe sich dann auf rund 436.000€ für ein Jahr.
Eine solche Summen einfach loszutreten ist aus Sicht der SPD nicht vertretbar. Die Haushaltsplanung der Gemeinde sieht eine solche Ausgabe ebenfalls nicht vor.
Ein Bad ist eine überwiegend freiwillige Leistung einer Gemeinde. Lediglich das Schulschwimmen ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde.
Ein Schwimmbad in erreichbarer Nähe muss es für die Niederkrüchtener Bürgerinnen und Bürger geben, so unsere Meinung.

Eine Petition zum Freibad aus dem vergangenen Jahr wurde von vielen Niederkrüchtenern und Freibadbesuchern aus dem Umfeld unserer Gemeinde unterzeichnet.
Wir von der SPD haben die Botschaft der Petenten zum Freibad deutlich vernommen und nehmen sie sehr ernst. Wir werden uns umfassend mit dem Freibad und der Sanierung befassen. In absehbarer Zeit erwarten wir die bereits erwähnte Studie zum Kombibad. Dies beinhaltet auch die Sanierung, Renovierung, Erneuerung des Freibades.
Diesen kurzen Zeitintervall wollen wir abwarten um uns ein umfassenderes Bild machen zu können. Danach können und müssen Entscheidungen auf belastbarer Grundlage getroffen werde.
Wir sind sehr bemüht, für die Bädersituation eine zukunftsfähige und tragbare Lösung zu finden. Darauf möchten wir uns auch weiter konzentrieren.
Wir bleiben bei dem Beschluss: Das Freibad bleibt bis auf weiteres geschlossen.

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